Werte Gärtnerinnen und Gärtner,

die Parzellen sind angelegt bis auf eine seitliche Begrenzung der halben Parzellen (wird spätestens am 16. Mai erledigt) und können von Ihnen bewirtschaftet werden. Wie vorgesehen werden Ihnen bei Gurke, Kürbis und Zucchini vorgezogene Jungpflanzen ausgehändigt. Pro halbe Parzelle stehen ihnen eine Kürbispflanze, zwei Gurkenpflanzen und zwei Zucchini zu. Die Gurken und Zucchini stehen mitnehmbereit, die Kürbisse folgen in etwa einer Woche. Nehmen Sie sich bitte in rücksichtsvoller Weise selbst die Jungpflanzen. Über Ihr Kontingent hinaus können Sie zunächst keine weiteren Pflanzen dieser 3 Kulturen erwerben, weil sonst später beginnende Gemüse-Selbsternter leer ausgehen. Ich empfehle die Pflanzung ins Freiland erst nach einigen Tagen Abhärtung bei Außentemperaturen.
An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass Sie sich auf einem Bioland- Betrieb befinden und deshalb auch Ihre Parzelle biologisch bewirtschaften müssen. Eine entsprechende Bestätigung ist pro Parzelle in einer im Hofladen bereit liegenden Liste zu unterschreiben. Wer Kunstdünger, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel oder gebeiztes Saatgut verwendet, wird sofort des Feldes verwiesen. Außerdem bitte ich Sie, bei Ablauf Ihrer Nutzungsfrist am 20. Dezember alle Gegenstände entfernt zu haben. Das dann noch nicht geerntete Gemüse geht mit dem Tag in mein Eigentum über.
Neue Jungpflanzen kommen noch zu vier weiteren Terminen, nämlich jeweils ab Donnerstags nachmittags der 21., der 25., der 29. und der 33. Kalenderwoche und können dann eine Woche lang von Ihnen gekauft werden.
Der Unkrautdruck ist aktuell unterschiedlich, wir haben die Kartoffeln gehäufelt. Einige Schädlinge sind bereits aktiv und haben den Gemüsejungpflanzen zugesetzt. Bei den verschiedenen Kohlarten der Kohlerdfloh, Dicke Bohnen und Erbsen haben unter Blattrandkäfer und Läusen zu leiden und in den Kartoffeln haben sich die ersten Kartoffelkäfer eingefunden.
In den angesäten Reihen sind die ersten Radieschen aufgelaufen, von der Roten Beete ist aber noch nichts zu sehen. Ungeübte sollten unbedingt warten, bis Sie die Kulturpflanzen sicher identifizieren können.
Gras oder Unkraut kann nach dem Austrocknen der Wurzeln als Nahrung für die Kulturpflanzen und Erosionsschutz für den Boden zwischen die Reihen gelegt werden. Wer es unbedingt aus seiner Fläche entfernen möchte, muss es bis zum Misthaufen am Hof mitnehmen (Nicht in den Mittelweg! Nicht an den Feldrand!).
Vom Bewässern von angewachsenen Kulturen ohne Welke-Erscheinungen rate ich ab. Aus immer wieder neu gegebenem Anlass weise ich Sie auf die Hofordnung hin. Sie ist auf der Homepage zu finden.

Auf eine gute Saison,
Ihr Mittelhammshof